Erstes Sanierungsgebiet „Mittweida Altstadt“ (SEP)

Im Jahr 1990 bot die Mittweidaer Innenstadt in weiten Teilen ein desolates Bild: bröckelnder Putz an grauen Fassaden und ausgefahrene Pflasterstraßen prägten das Stadtbild. In den vorangegangenen Jahrzehnten hatte sich die städtische Entwicklung vornehmlich auf die großen Wohnsiedlungen am Stadtrand konzentriert, um schnell und kostengünstig Wohnraum bereitstellen zu können. Doch mit den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen im Zuge der deutschen Wiedervereinigung kehrte der Wert der Innenstadt als Lebensraum wieder stärker in das Bewusstsein zurück.
1992 wurde das 1. Sanierungsgebiet „Mittweida Altstadt“ festgesetzt. Damit wurden von der Stadt zahlreiche Fördermöglichkeiten für Gebäudeeigentümer in die Wege geleitet mit dem Ziel, die Substanz und die Attraktivität der Altstadt dauerhaft zu erhalten.

 

Die förmliche Festlegung das 1. Sanierungsgebietes „Mittweida Altstadt“ war eine Voraussetzung für die Aufnahme der Stadt in das Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierungsmaßnahme“.
Seither wurden über das Förderprogramm 158 Einzelmaßnahmen mit einem Förderrahmen von rd. 7,7 Mio. EUR finanziert - bei einem Fördersatz von 1/3 Bund, 1/3 Land und 1/3 Stadt.

Mit der Durchführung von sanierungsbedingten Einzelmaßnahmen erhalten die Grundstücke innerhalb des Sanierungsgebietes in der Regel eine Aufwertung. Die städtebauliche Sanierung wird zunächst anteilig von Bund, Land und der Gemeinde vorfinanziert. Die Eigentümer, deren Grundstück durch öffentlich finanzierte Sanierungsmaßnahmen eine Wertsteigerung erfahren, werden dazu veranlasst, mit der Zahlung eines Ausgleichsbetrages zur Refinanzierung der Maßnahme beizutragen.

Zu den wichtigsten Projekten gehören u.a.:

  • Modernisierung, Instandsetzung und Sicherung privater Gebäude
  • Straßenbaumaßnahmen (z.B. Kapellengasse, Badergasse, Brühl, nördl. Altstadtumfahrung, Verkehrsknoten Chemnitzer Straße/Weberstraße)
  • Bachmauersanierung und Weg zwischen Weberstraße und Pfarrberg
  • Hangsicherungen (Malzgasse, Busbahnhof)
  • Brücke Pfarrberg
  • Öffentliche Toilette Frongasse
  • Museum „Alte Pfarrhäuser“


Übersicht Sanierungsgebiet mit Luftbild
Übersicht Fördergebiete

Weitere Informationen erhalten Sie durch die kostenlose Beratung vom Sanierungsträger:

Donnerstag, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
im Sanierungsbüro, Rathaus 2, Rochlitzer Straße 3, Zimmer 001
Telefon: 03727 / 967-206

oder unter:
Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH Chemnitz
Ansprechpartner Fr. Otto
Weststraße 49
09112 Chemnitz
Telefon: 0371/ 35570-34
E-Mail: aotto@wgs-sachsen.de