Schwanenteich bis Goethehain

Die Stadt Mittweida erhält eine Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Förderzeitraum 2014 – 2020. Mit Erteilung des Zuwendungsbescheides vom 14.12.2015 wurde die Stadt Mittweida mit dem beantragten Fördergebiet „Schwanenteich bis Goethehain“ in das Operationelle Programm des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Förderzeitraum 2014 bis 2020 aufgenommen. Derzeit stehen ca. 12 Mio. € als bewilligte Gesamtkosten zur Verfügung. Die Förderung durch die Europäische Union beträgt 80 %.

Auf der Grundlage des Gebietsbezogenen Integrierten Handlungskonzeptes (Stand: August 2015) sollen in dem bestätigten Fördergebiet in den Handlungsfeldern „Energieeffizienz“, „Umwelt“ und „Armutsbekämpfung“ verschiedene Einzelprojekte realisiert werden.

Die über das EFRE-Programm zu realisierenden Projekte verfolgen das Ziel, die Potenziale des ca. 70 ha großen Gebietes zu aktivieren, um die Benachteiligung langfristig zu beheben.

Übergeordnete Handlungsansätze sind:

  • Ausbau der Verknüpfung von Hochschule und Wirtschaft, um die wirtschaftliche Situation zu stärken und neue Impulse zu setzen, nicht zuletzt auch durch die räumliche und strukturelle Verknüpfung des Campus mit der Innenstadt
  • Verbesserung der Energieeffizienz und -nutzung zur Verbesserung der ökologischen Bilanz
  • Schaffung von weiteren kulturtouristischen Angeboten und Einrichtungen zur Belebung der Innenstadt und der Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt
  • Neukonzipierung von Freiräumen und die Revitalisierung von Brachflächen zur Verbesserung der ökologischen und städtebaulichen Situation und damit der Lebensbedingungen
  • Verbesserung der Infrastruktur im Freizeit- und Breitensport zur Schaffung positiver Voraussetzungen für die Hochschule, Gymnasium und Vereine
  • Unterstützung von kleinen Unternehmen sowie Neuansiedlungen von Handwerk und nicht störendem Gewerbe zur Stärkung der Innenstadt, zur Reduzierung des Leerstandes und zur Verbesserung der Beschäftigungssituation und Armutsbekämpfung

 

Lageplan mit geplanten Maßnahmen:


Eine eigene Internetseite mit Informationen zu den Projekten und Umsetzungsständen wird derzeit erstellt.

In Umsetzung befindliche bzw. abgeschlossene Projekte:

„Energiespielplätze“ in der Schwanenteichanlage 

In der Schwanenteichanlage wurden zwei neue Spielplatzbereiche geschaffen. Ein Spielbereich im unmittelbaren Umgriff zum Schwanenschlösschen mit Rutsche, Kletterhaus und Energiebaustelle vermittelt auf spielerische Art und Weise den kleineren Kindern Wissen zu einheimischen Laubgehölzen. Für die Jugendlichen wurde ein Bewegungsangebot mit Musikstreaming via Bluetooth angeboten.  Die thematische Ausrichtung bei beiden Spielbereichen liegt in der spielerischen und kindgerechten Wissensvermittlung von „Energie und Ökologie“.

Die Gesamtkosten betragen ca. 340.000 €.

 

Programmbegleitung 

Die Stadt Mittweida hat die Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH, Chemnitz mit der Programmbegleitung beauftragt. Ziel der Programmbegleitung ist die qualifizierte, fachliche Unterstützung durch ein externes Begleitbüro, dass bei der Vorbereitung, Koordinierung und Durchführung der im Integrierten Handlungskonzept für das Fördergebiet „Schwanenteich bis Goethehain“ definierten Maßnahme(-bündel) und Projekte mitwirkt.

Die Gesamtkosten betragen ca. 210.000 €.

 

Erstellung eines Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes 

Die Stadt Mittweida hat Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH, Dresden mit der Erarbeitung eines aktuellen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes beauftragt. Ziel des Konzeptes ist es, Leitlinien und Strategien für die zukünftige Entwicklung des Einzelhandels sowie schwerpunktmäßig der Innenstadt bzw. Fußgängerbereiche zu erarbeiten.  

Die Gesamtkosten betragen ca. 20.000 €.

 

Zeichen der Stadtgeschichte 2.0 – wechselvolle Zeiten

Die Stadt Mittweida verfolgt mit dem Projekt, im Fördergebiet prägende Aspekte der Stadtgeschichte und Informationen zu bedeutenden Bauwerken, historischen Gebäuden und Gegebenheiten herauszuarbeiten und in Form von Erläuterungstafeln / Stelen darzustellen. Die Inhalte sollen zusätzlichen als interaktive Angebote für Mobilendgeräte aufbereitet werden, sodass diese über eine WLAN-Infrastruktur abrufbar sind. Des Weiteren soll ein Stadt(tast)modell in Bronzeguss mit Darstellung der historisch bedeutsamen Innenstadt Mittweidas und erläuternder Brailleschrift im öffentlichen Raum installiert werden. Die Inhalte zur Stadtgeschichte und Gebäuden werden in einer Begleitbroschüre für Einwohner und Touristen zusammengefasst.

Die Gesamtkosten betragen ca. 270.000 €.

 

Integriertes Handlungskonzept

Die Stadt Mittweida hatte 2015 die Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH, Chemnitz mit der Erstellung eines integrierten Handlungskonzeptes (IHaK) für das zu beantragende Fördergebiet beauftragt. Das IHK beinhaltet die städtebauliche / bauliche Bewertung der Quartiersstruktur, Leerstanduntersuchungen von Wohnen und Gewerbe sowie energetische, soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Stärken und Schwächen wurden analysiert und Potentiale gefunden, die in verschiedenen Einzelprojekten umgesetzt werden sollen. Das IHaK ist Grundlage für die Fördermittelbeantragung bei Freistaat Sachsen.

Die Gesamtkosten betragen ca. 18.000 €.

 

Förderung „Kleiner Unternehmen“ 

Im Fördergebiet können Klein- und Kleinstunternehmen (KU) bei Investitionen mit Mitteln aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Stadt Mittweida finanziell unterstützt werden. Grundlage für die Vergabe von Mitteln ist die Förderrichtlinie der Stadt Mittweida über die Gewährung von Zuwendungen.

Investive Vorhaben im Fördergebiet können bis zu 40 % gefördert werden. Der Förderhöchstbetrag ist pro Antragsteller auf 50.000 EUR begrenzt. Für weitere Informationen und Anträge auf Förderung wenden Sie sich bitte an Frau Reißig (Tel.: 967332).

Die Gesamtkosten betragen ca. 500.000 €.

Förderrichtlinie der Stadt Mittweida zur Förderung "Kleiner Unternehmer"

 

Öffentlichkeitsarbeit

Der Stadt Mittweida stehen Gelder für die öffentlichkeitswirksame Begleitung des EFRE-Förderprogramms zur Verfügung. Inbegriffen ist die Dokumentation in Bild und Ton der einzelnen Maßnahmen, Vermittlung des europäischen Gedankens in sozialen Einrichtungen, die Präsentation und Dokumentation der Projekte im Internet, ein Fotowettbewerb und die abschließende Zusammenstellung aller umgesetzten Maßnahmen in einer Broschüre.

Die Gesamtkosten betragen ca. 40.000 €.

 

Geschäftsstraßen- und Leerstandsmanagement

Durch das Geschäftsstraßen- und Leerstandsmanagement soll eine aktive Förderung der ortsansässigen Gewerbetreibenden, die Akquise ansiedlungswilliger Unternehmen / Existenzgründer sowie die Revitalisierung leerstehender Gewerbeflächen in der Innenstadt erfolgen. Hierzu soll für den Zeitraum 01/2019 bis 01/2021 ein externes Büro (Leerstandsmanager / „Kümmerer“) als Beratungs- und Koordinierungsstelle für Eigentümer und potentielle Nutzer / Gewerbetreibende beauftragt werden. Durch gezieltes Marketing sollen leerstehende Einzelhandelsflächen perspektivisch einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Die Gesamtkosten betragen ca. 300.000 €

 

Erstellung eines quartiersbezogenen Klimaschutzkonzeptes

Der Stadt Mittweida hat die KEM (Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH) beauftragt, ein quartiersbezogenes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Das Konzept wird sich aus dem gesamtstädtischen Klimaschutzkonzept ableiten. Neben einer Bestandsanalyse und Energie- und CO2 Bilanzierung im EFRE Gebiet werden die einzelnen Maßnahmen, die im EFRE umgesetzt werden, qualitativ betrachtet und bewertet.

Die Gesamtkosten betragen ca. 17.000 €

 

Kraft-Wärme-Kopplung im Rathausquartier

Im zentralen innerstädtischen Rathausquartier werden zukünftig mehrere öffentliche Gebäude (Rathaus I, Rathaus II sowie Archiv) aufgrund des engen räumlichen Zusammenhangs von einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versorgt. Die Energieerzeugung für Wärme, Strom (u.a. für Straßenbeleuchtung) und teilweise Kälte wird über eine sinnvolle Tag- und Nachtauslastung optimiert, sodass die Energie- und CO2-Einsparung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Die Gesamtkosten betragen ca. 650.000 €

 

Sanierung des Goethehains

Bei diesem Projekt steht die Sanierung des Goethehains durch Erneuerung des Wegenetzes und Wiederherstellung maßgeblicher Wegetrassen, Neuordnung von Gehölzbeständen einschließlich Neupflanzungen, Neugestaltung und Bepflanzung der Teichanlage, Errichtung eines Pavillons sowie die Installation von Fitnessgeräten zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Schaffung von familienorientierten Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Die Gesamtkosten betragen ca. 1.200.000 €

 

Sanierung der „Kirchstraße 16“ für museale Nutzung

Die Stadt Mittweida wird nach den erfolgten Sicherungsmaßnahmen die Sanierung und Restaurierung dieses kulturhistorisch wertvollen Gebäudes fortführen und zukünftig als museale Einrichtung betreiben. Durch ein multimediales Ausstellungs- und Gestaltungskonzept wird die wechselvolle Geschichte des Hauses vielfältig erlebbar und rückt damit als Ausstellungsobjekt selbst in den Mittelpunkt aller weitere Aktionen. In diesem Rahmen bietet es zugleich Raum für die dringend benötigten Flächen zu wechselnden Sonderausstellungen des Museums „Alte Pfarrhäuser“.

Die Gesamtkosten betragen ca. 2.000.000 €

 

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED

Innerhalb des Fördergebietes werden ca. 250 Lichtpunkte mit derzeit verbauten Natriumdampf-Hochdruck-Leuchten (NAV) auf LED-Technik umgerüstet, um den CO2-Ausstoß und den Energieverbrauch zu reduzieren.

Die Gesamtkosten betragen ca. 250.000 €