Anschrift:

Stadtverwaltung Mittweida
Markt 32
09648 Mittweida

Tel.: 03727 967-0

E-mail:
Stadtverwaltung@mittweida.de

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Stadtgeschichte

  • Nach seiner Gründung in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde Mittweida 1209 erstmals indirekt erwähnt.
  • Die Erstnennung als Stadt erfolgte 1286 in einer Urkunde Heinrichs des Erlauchten, Markgraf von Meißen.
  • Mittweida war schon zeitig unabhängig.
  • Nach 1360 bildete sich eine Ratsverfassung heraus, d.h. die Stadt wurde von einem Ratskollegium mit einem Bürgermeister an der Spitze regiert.
  • Die niedere Gerichtsbarkeit (Erbgerichte) erwarb Mittweida 1398.
  • 1423 folgte die obere Gerichtsbarkeit.
  • Mittweida war im Mittelalter von einer Stadtmauer mit vier Stadttoren umgeben.
  • Der heutige Stadtgrundriss im Zentrum wurde bereits im 14. Jahrhundert gelegt.
  • Anfang des 15. Jahrhunderts gründeten sich die Innungen der Tuchmacher, Schuhmacher, Bäcker und Schneider. Im gleichen Atemzug wurde die Leinewebproduktion aufgenommen.
  • Mitte des 16. Jahrhunderts war Mittweida ein Leinenhandelszentrum.
  • Eine weitere große Bedeutung hatte die Bierbrauerei. 1509 wurde die Brau- und Malzordnung der Stadt Mittweida bestätigt. Im 16.Jahrhundert gab es bereits 206 brauberechtigte Häuser.

Stadtbrände:

1306

König Albrecht v. Habsburg belagerte und zerstörte Mittweida.

1450

Während des Sächsischen Bruderkrieges wurde die Stadt von Böhmischen Kriegern in Brand gesteckt.

1498

In Mittweida wütete ein größerer Brand bei dem u.a. das Rathaus vernichtet wurde.

1551,1624, 1672, 1693

Diverse Stadtbrände zerstörten Mittweida.

1868

Es fand ein großer Brand an der Ostseite des Marktes statt.

1914

Die Nordseite des Marktes fiel einem Brand zum Opfer.

1963

Große Zerstörung führte auch der Markbrand an der Westseite des Marktes herbei.

  • Während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert geriet die Textilindustrie in einen Aufschwung.
  • 1816 befand sich die erste Spinnerei in Mittweida in der Großmühle (Standort der heutigen Baumwollspinnerei).
  • Mit dem Bau des Bahnhofes erfolgte 1852 der Anschluss an die Eisenbahnlinie Chemnitz- Riesa.

  • 1853 fand die Einweihung des Gebäudes für das „Königliche Landgericht“ am Markt statt.
  • Im Jahr 1866 wurde die erste mechanische Weberei in Mittweida gegründet.
  • Zur Gründung des „Technicum Mittweida“ kam es im Jahr 1867.
  • 3 Jahre später, 1870, wurde der spätere Schriftsteller Karl May im damaligen königlich-sächsischen Bezirksgericht zu Mittweida zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt.
  • In den folgenden Jahren kam es zur Ansiedlung weiterer Maschinenfabriken, Färbereien und Nähereien.
  • Weiterhin entstanden im Zschopautal mehrere Steinbrüche.
  • Am 25.02.1909 kam es zur Eröffnung der Industriebahnstrecke von Mittweida nach Ringethal.
  • Der Tourismus entwickelte sich ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das romantische Zschopautal - die "Mittweidaer Schweiz" wurde erschlossen.
  • In den Jahren 1929/30 entstand die Talsperre Kriebstein, ein Kleinod vor den Toren der Stadt.
  • Im 1. und 2. Weltkrieg gab es in Mittweida keine größeren Schäden.
  • Am 15.4.1945 wurde Mittweida durch amerikanische Truppen besetzt.
  • Kurz darauf, am 7.5.1945, durchzogen lange sowjetische Kolonnen die Stadt.
  • Die Errichtung einer sowjetischen Kommandantur erfolgte am 16.05.1945 im Rathaus Rochlitzer Str. 3.
  • Am 12.05.1947 wurde diese allerdings aufgelöst und zur Kreiskommandantur nach Rochlitz überführt.
  • An der Goethestraße kam es 1950 zur Grundsteinlegung für Mittweida´s erstes Neubaugebiet.
  • Am 02.01.1963 brannte ein Großteil der Westseite des Marktes nieder.
  • 1963 kam es zur Grundsteinlegung für das Neubaugebiet zwischen Lauenhain und Rößgen.
  • Ende der 60er Jahre wies Mittweida´s Bevölkerung über 20.000 Einwohner auf.
  • Die Industrialisierung setzte sich fort. Neue Standorte in den Branchen Elektrotechnik/Elektronik, Metallindustrie, Maschinenbau, Nährmittelwerk und Holzbau ließen sich nieder.
  • 1982 kam es zur Verlagerung der Busabfahrtsstellen vom Markt auf den neu gebauten Busbahnhof parallel der Zimmerstraße.
  • Nach der Wende erfolgte ein Strukturwandel, die Textilindustrie kam fast zum Erliegen. In diesem Zusammenhang entstehen zahlreiche Industriebrachen (Möbelstoff- und Plüschweberei, Lederfabrik, Ruma, Steinzeugwerk u. a.).
  • Gleichzeitig entstanden neue Handels-, Gewerbe- und Wohngebiete, u.a. die Kaufhäuser am Markt und an der Schillerstraße.
  • 1993 erhielt Mittweida sein Rathaus am Markt zurück. Gleichzeitig wurde die Originalratsglocke von 1695 zurückgeführt.
  • Noch im gleichen Jahr kam es zur Erschließung des Gewerbegebietes Leipziger Straße (z.B. Techologiepark, Techtex, Altstoffentsorungsbetrieb und einer Werkstatt für Behinderte). Desweiteren wurde begonnen das Wohngebiet an der Lauenhainer Straße zu sanieren.
  • Die Erschließung der Wohnbebauung am Ringethaler Weg erfolgte 1994.
  • In den folgenden Jahren wurden weitere Eingemeindungen vorgenommen (1994: Ringethal/Falkenhain, 1996: Frankenau/Thalheim, 1999: Lauenhain/Tanneberg).
  • Ab 01.08.1994 wurde Mittweida Kreisstadt und Sitz der Kreisverwaltung.
  • In der Zeit nach der Jahrtausendwende folgten zahlreiche Umgestaltungen in der Innenstadt (Weberstraße/ Rochlitzer Straße 2003-2005; Markt 2004-2005).
  • 2006/2007 begann man mit dem Abbruch von verschiedenen leer stehenden Wohnhäusern im Ostteil der Stadt und dem Abriss verschiedener Industriebrachen (Steinzeugwerk, Ruma, Brauerei, Spinnerei Weißthal.
  • Durch die im Jahr 2008 erfolgte Auflösung des Landkreises Mittweida verlor die Stadt den Sitz des Landratsamtes an Freiberg. Mittweida wurde zur „Großen Kreisstadt“ erhoben.
  • Im September 2015 hat Mittweida den Titel „Hochschulstadt“ erhalten.