Weißthal

Der Ort Weißthal gehörte seit 1875 als Ortsteil zu Kockisch.
1923 erfolgte die Eingemeindung nach Mittweida.

Den Namen hat Weißthal vom Gründer der neu entstandenen „Spinnmühle“ Johann Gotthelf Christian Weiß.
1875 wurde der Betrieb in die Aktiengesellschaft “Weißthaler Aktien – Spinnerei" umgewandelt.
Nach 1886 erweiterte sich der Betrieb durch eine eigene Weberei mit 400, später mit 670, Webstühlen in der Bahnhofsstraße in Mittweida.
1946 erfolgte die Überführung der Weißthaler Spinnerei in Volkseigentum und wurde später als Werk II dem VEB Baumwollspinnerei zugeordnet.
1990 wurde diese Fabrik jedoch geschlossen, wodurch Weißthal leider eine magnifikante Produktionsstätte mit Bekanntsgrad verlor.

Sehenswertes

  • Wanderweg am linken Zschopauufer genannt „Via mala“
  • Rundwanderweg durch das „Heilige Holz“ nach Kokisch und zurück nach Ringethal
  • Steinplastik „Hermann von Schroeter" oder „Brückenherr" an der Brücke von Weißthal nach Ringethal

 

Wenn  Sie Baron Hermann von Schroeter grüßt
...dann sind Sie fast in Ringethal

Eine kulturelle Bereicherung für die Stadt Mittweida stellt die Steinplastik "Hermann von Schroeter" dar. Sie wurde in Folge des Neubaus der Weißthaler Brücke aufgestellt, bestehend aus Rochlitzer Porphyr.
Im Jahre 1861 wurde Schroeter Rittergutsbesitzer in Ringethal. Er erkannte die Notwendigkeit einer Verbindung  der sog. "Wasserdörfer" mit Mittweida und lies 1863 eine Brücke bauen.
Bis dahin mussten die Bauern und Händler lange, beschwerliche Wege in Kauf nehmen, um in die Marktstadt zu gelangen. Sie nahmen entweder den Weg durch die Furte der Zschopau oder über die hölzerne Brücke in Neudörfchen.
Die alte Brücke, über welche fast 140 Jahre lang der Verkehr rollte, steht nicht mehr. Der Zahn der Zeit hatte an dem alten Gemäuer seine Spuren hinterlassen. Eine neue Brücke mit etwas verändertem Verlauf wurde errichtet.
Sie fügt sich in ihrer Ausführung gut in das Bild der Flusslandschaft ein.