Parkanlagen

Schwanenteichanlagen

Die Schwanenteichanlage ist eine gepflegte, von der Stadtgärtnerei jedes Jahr liebevoll mit der Jahreszeit entsprechenden Blumen bepflanzte Anlage.
Der Schwanenteich ist ein angelegter Weiher mit großem Bestand an Wasservögeln (Enten und Schwänen). Die Schwaneninsel mit dem Schwanenhaus liegt inmitten des Teiches. Dieser wird umgeben von etwa 7 ha Parkanlage mit einem Parkrestaurant, Wildgehege und Volieren.
Die Schwanenteichanlagen, die hauptsächlich der Erholung dienen, erfreuen sich großer Beliebtheit bei Jung und Alt.

Bei der Anpflanzung dieser Anlagen trug man sich mit der Idee, eine Art botanischen Garten anzulegen. In den Schwanenteichanlagen befinden sich deshalb die verschiedensten Strauch- und Baumarten.
Neben einheimischen Laubgehölzen, wie verschiedenen Ahorn-, Buchen-, Eichen- und Lindenarten findet man rings um die Wasserfläche 5 verschiedene Weidenarten. Als Nadelhölzer sind u.a. Kieferngewächse, Zypressen und Eiben vertreten.
Viele verschiedene Rhododendren erfreuen die Besucher im Frühjahr mit ihrer Blütenpracht.
 
Am Denkmal "Den Opfern von Krieg und Gewalt - Die Toten mahnen uns" finden zu zentralen Gedenkanlässen Kranzniederlegungen statt.

mehr Informationen/zurück

Geschichtliches

Von 1876 bis 1877 wurde der heutige Schwanenteich ausgegraben. Bis dahin lag hier ein Schilfteich, der im Laufe der Jahre an seiner Nordseite versumpft war. Das obere Ufer verflachte und die sogenannte "Schilfteichwiese" versauerte. Ein beträchtliches städtisches Land lag wertlos da. Es war ein gewisser Behrens, der erstmals 1874 an die Öffentlichkeit trat und seine Absicht äußerte, das Gelände um den Schilfteich urbar zu machen.

Er gab dem Teichgelände einen parkähnlichen Charakter, schuf die Insel, legte die Wege fest. Ursprünglich herrschte hier auch ein Gondelbetrieb, der jedoch später wieder eingestellt wurde.

1878 entstand die eigentliche Schwanenteichanlage, und im gleichen Jahr begann Bürgermeister Voigt mit der Errichtung der Technikum-Anlage. Im Frühjahr 1914 kamen zu den 45.000 qm der Schwanenteichanlagen weitere 13.000 qm hinzu, einschließlich eines weiteren kleinen Teiches.

Eine Besonderheit stellt der Ginkgo dar. Im Pflanzbereich nimmt er eine Sonderstellung ein. Er zählt weder zu den Koniferen noch zu den Laubgehölzen und gilt heute als das berühmteste lebende Fossil, denn noch im späten Tertiär vor ca. 30 Millionen Jahren war er auch in Mitteleuropa weit verbreitet.

Der Fischfang gestaltete sich in jedem Jahr zu einem Volksfest, ebenso wie die Anlagen- und Heimatfeste, die hier gefeiert wurden. Beide Ereignisse gibt es heute nicht mehr.
Als in den Jahren 1902 bis 1906 der größte Teil der neuen Anlagen entstand, wurde 1905 im Schwanenteichpark auch eine "Schiller-Eiche" eingeweiht.

Technikumanlagen

Die Technikumanlagen um die Hochschule Mittweida bilden eine kleine Parkanlage. Sie zieht sich vom Technikumplatz über den Hochschulvorplatz, über das westliche Hochschulgelände bis zur Leisniger Straße, dem sogenannten Galgenberg. Hier wie auch in der Parkanlage liegen riesige Blöcke aus Cordieritgneis. Diese Felsblöcke bilden nach dem § 26 SächsNatSchG ein geschütztes Biotop.
Ahorne, Ulmen, Linden und Rhododendren bilden eine standortadäquate natürliche Waldgesellschaft, eine auf Blockhalden mit saurem Grundgestein anzutreffende Edellaubholzgesellschaft.

In den Jahren 2010/11 erfolgten vor dem Hauptgebäude der Hochschule große Umgestaltungen. Dieser Teil des Technikumplatzes fungiert nun als Kommunikationsinsel und soll eine direkte Verbindung zwischen Hochschule und Stadt schaffen. Terassenförmig angelegt mit Findlingen und vielen Pflanzen eignet sich dieses Areal nicht nur zum Verweilen sondern auch zur Durchführung von Veranstaltungen.

mehr Informationen/zurück

Geschichtliches

Dort wo heute die Hochschule steht, erstreckten sich vor 130 Jahren ein Anger und zahlreiche Gärten. Nach dem Bau des damaligen Technikums entstanden vor und hinter dem Hauptgebäude in den Jahren 1878/79 die Technikumanlagen, die sich bis zum "Galgenberg"/Leisniger Straße erstrecken. Der Galgenberg war zu früheren Zeiten einmal eines der Wahrzeichen der Stadt. Die auch "Teufelssteine" genannten Blöcke stellten einst die schaurige Umgebung der Richtstätte Mittweidas dar, auf der unter anderem am 20.07.1554 der Mörder Valthin Hoyer seines Kopfes verlustig ging.

Seit dem Ende des vergangenen Jahrhunderts gehört das Gelände zur heutigen Hochschule.
Als Schöpfer der Anlagen gilt der zu jener Zeit amtierende Bürgermeister Dr. Voigt. Ihm zu Ehren ist eine Plakette an einem Stein angebracht.

Stadtpark

Der Stadtpark ist ein landschaftlich reizvoller Park mit wertvollem Laubbaumbestand und schönen Aussichtspunkten auf die Zschopau. Er beginnt in nur etwa 5 Minuten Fußweg vom Markt entfernt und wird von dem Gottesaubach durchflossen. Dieser Bachlauf ist naturnah und unverbaut mit steinigem Bachbett und geschlossenem Ufergehölzsaum.

Der Stadtpark liegt auf einer Felskuppe und fällt zur Zschopau und zum Gottesaubach hin steil ab, er hat eine Fläche von ca. 24 Hektar. Der nördlich und östlich des Gottesaubaches liegende Teil des Stadtparkes weist für den Schattenhangwald typische Baumarten auf, das sind: Bergahorn, Esche, Bergulmen, Sommerlinde und Rotbuche, ergänzt werden diese durch Roßkastanie, Eiche und Hainbuche.

Der südöstlich gelegene Teil des Stadtparkes fällt in Richtung Gottesaubach terassenförmig ab. In dieser Waldfläche sind Buchen vorherrschend, ergänzt durch Eichen und vereinzelt Winterlinden. Diese Bäume sind zum Teil mächtige Altbäume. Zum Zschopauufer hin fällt der Park steil ab und der Eichenanteil nimmt zu.
Der Gesamtaufbau des Waldes ist vielschichtig.

mehr Informationen/zurück

Geschichtliches

Es war vor 140 Jahren, als im Mittweidaer Scheibenbuch, dem heutigen Stadtpark, die vorhandenen Wege gebessert wurden. 1859 entstanden die parkähnlichen Anlagen. 1866 wurden weitere Anpflanzungen vorgenommen. Der obere Prominadenweg wurde vom Stadtrat E. Meißner angelegt.
Ihm zu Ehren baute der Verschönerungsverein im Mai 1880 die "Meißner Hütte". Die "Ratskanzel", der "Försterfelsen" und das "Osternest" sind heute weitere Anziehungspunkte des Stadtparkes. Von hier aus genießt man schöne Ausblicke ins Zschopautal. So steht an der "Ratskanzel" in Granit gehauen der Ausspruch.

„Die Zschopau ist Sachsens schönster Fluß“

Im Mittweidaer Scheibenbusch (Stadtpark) wurde im Jahre 1816 die Walkmühle erbaut, wo die Tuche der Mittweidaer Tuchmacher (es gab damals 29 Tuchmacher und 44 Leineweber) gewalkt werden konnten. Walken bedeutet Stoßen, Drücken, Reiben, Pressen und Kneten des angefeuchteten Wollgewebes, um die Fasern zu verfilzen und zu verdichten.
Die Walkmühle ging 1892 in den Besitz der Großmühle, d.h., der Baumwollspinnerei über, die sie ein Jahr später an ein anderes kleineres Unternehmen weiterverkaufte. Nachdem einige Zeit die Walkmühle als Färberei genutzt wurde, kam mit Beginn des 20. Jahrhunderts die Zeit der Wäscherei Leiteritz. Heute befindet sich an der ehemaligen Walkmühle die Kläranlage der Stadt.

Goethehain

Die Parkanlagen im 36.000 qm großen Bismarckhain, wie der heutige Goethehain früher hieß, entstanden in den Jahren 1895 bis 1900. Hier wurden fast 250 Arten von Laubhölzern und 60 Arten von Nadelhölzern angepflanzt, von der essbaren Kastanie und der amerikanischen Eiche bis zur kalifornischen Weißtanne und dem japanischen Lebensbaum.
In den Jahren 1909 und 1910 wurde der Bismarckhain erweitert. Der Anlagen-Verein legte als Erinnerung an das Heimatfest 1908 einen Teich an.
Der Goethehain stellt die Verbindung zwischen der Stadt und dem Schweizerwald für ausgedehnte Spaziergänge dar.