Stadtumbau Ost

Seit Anfang der 1990er Jahre vollzieht sich in allen gesellschaftlichen Bereichen der neuen Bundesländer ein tiefgreifender Strukturwandel.

Die Folge dieser Entwicklung (Rückgang der Bevölkerung und Wegzug vor allem junger Menschen) führt zu einem zunehmenden Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt. Im Erscheinungsbild der Stadt wird dies besonders deutlich durch den hohen Leerstand von Mietwohnungen und der hohen Anzahl von Industrie- und Gewerbebrachen.

Die gegenwärtige Stadtentwicklung muss sich diesen Veränderungen anpassen und Strategien entwickeln, die unter den gegebenen Umständen eine nachhaltige Funktionsfähigkeit städtischer Strukturen ermöglichen. Mit dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (SEKO) wurden die künftigen Handlungsstrategien für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung Mittweidas festgelegt. Es bildet die Grundlage für den weiteren Stadtumbauprozess.

 

In der Praxis orientiert sich die künftige Stadtentwicklung auf die Wiederherstellung und Sicherung funktionsfähiger urbaner Stadtzentren. Ein Schrumpfen (Rückbau) von außen nach innen ist dazu aus (wohnungs)wirtschaftlicher und ökologischer Sicht unumgänglich.

Aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ wird die Anpassung der Stadtstruktur an die demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen seit 2002 in zwei Programteilen finanziell unterstützt.

Der Programmteil Rückbau umfasst die finanzielle Unterstützung des Rückbaus bzw. Teilrückbaus von dauerhaft nicht mehr benötigten Wohngebäuden oder Wohngebäudeteilen sowie die stadtumbaubedingte Rückführung der städtischen Infrastruktur. Von 2002 bis 2012 wurden in Mittweida über das Förderprogramm insgesamt 34 Wohngebäude komplett zurückgebaut und damit 141 Wohneinheiten dauerhaft vom Wohnungsmarkt genommen.

Der Programmteil Aufwertung umfasst im Wesentlichen die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes und der privaten Freiflächen.

Zu den wichtigsten Projekten gehören u.a.:

  • Rückbau von 34 Wohngebäuden (z.B. in Weißthal, Burgstädter Straße und Steinweg)
  • Spielplatz Freiberger Straße
  • Spielplatz Rahmenberg
  • Aufwertung Schützenplatz (Abriss Volkshaus, Spiel- und Bolzplatz, Neubau Kegelbahn)

Übersicht aktuelle Stadtumbaugebiet mit Luftbild
Übersicht Fördergebiete

Weitere Informationen erhalten Sie durch die kostenlose Beratung vom Sanierungsträger:

Donnerstag, 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr
im Sanierungsbüro, Rathaus 2, Rochlitzer Straße 3, Zimmer 001
Telefon: 03727 / 967-206

oder unter:
Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH Chemnitz
Ansprechpartner Fr. Otto
Weststraße 49
09112 Chemnitz
Telefon: 0371/ 35570-34
E-Mail: aotto@wgs-sachsen.de