Flächennutzungsplan

Im Flächennutzungsplan ist für das ganze Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen darzustellen. Die Stadt Mittweida besitzt einen gültigen FNP.


Der Flächennutzungsplan schafft die räumlichen Voraussetzungen für die langfristige Stadtentwicklung in der Stadt Mittweida und der Gemeinde Altmittweida. Der Flächennutzungsplan stellt die vorhandenen und geplanten Nutzungen dar und dient so der langfristigen Steuerung der räumlichen Entwicklung.
Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende Bauleitplan einer Gemeinde und besitzt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern keine Rechtsverbindlichkeit. Aus seinen Darstellungen sind einerseits keine Rechtsansprüche, wie etwa Baugenehmigungen oder Baulandentwicklungen für ein bestimmtes Grundstück, herzuleiten. Andererseits kann der Flächennutzungsplan z.B. für Bauvorhaben im Außenbereich sogar eine vorhabenhindernde Wirkung entfalten.
Der Flächennutzungsplan besteht aus der Planzeichnung und dem Erläuterungsbericht.
Der Flächennutzungsplan ist in der Regel aktuell zu halten. Die hierzu erforderlichen Änderungen des Flächennutzungsplans erfolgen vor dem Hintergrund der Neubewertung städtischer und örtlicher Rahmenbedingungen (z.B. Neuausweisung von Baugebieten, Flächen für erneuerbare Energien etc.) und der Weiterentwicklung teilräumlicher Planungsziele.
Der Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Mittweida ist seit dem 12.07.2006 rechtskräftig und kann zu den Sprechzeiten  der Stadtverwaltung Mittweida im SG Stadtplanung, Rochlitzer Straße 3 eingesehen und erläutert werden.

interaktiver Flächennutzungsplan
Flächennutzungsplan
Erläuterungsbericht

Bebauungspläne

Im Unterschied zum FNP werden in Bebauungsplänen durch Satzung konkrete Festsetzungen darüber getroffen, was, wie und an welcher Stelle gebaut werden darf und was nicht.

 In welchen Bereichen Mittweidas Bebauungspläne bestehen, können Sie beim Sachgebiet Stadtplanung erfragen. Die MitarbeiterInnen beraten Sie gerne.

 

„Unbeplanter Innenbereich“ und Außenbereich

An der Stelle, wo keine Bebauungspläne bestehen (das ist für den größten Teil des Gemeindegebietes der Fall), richtet sich die Zulässigkeit eines Bauvorhabens danach, ob es entweder im Außenbereich oder im sog. „unbeplanten Innebereich“ liegt. Im Außenbereich (das sind alle Bereiche außerhalb von Bebauungsplänen und außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile) sind Bauvorhaben i.d.R. nur unter eng umgrenzten Bedingungen möglich (§ 35 BauGB). Im „Unbeplanten Innebereich“ (das sind alle Bereiche außerhalb von Bebauungsplänen aber innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile) richtet sich die Zulässigkeit eines Bauvorhabens danach, ob es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben; das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden (§ 34 BauGB). Im Einzelfall ist die Abgrenzung zwischen Innen- und Außenbereich eine nicht ganz einfach zu beantwortende Frage, die jedoch zu erheblichen (wirtschaftlichen) Konsequenzen führt (Bebaubarkeit oder Nicht-Bebaubarkeit eines Grundstücks). Vor allem für Grundstücke in den Ortsteilen empfehlen wir Bauwilligen und Planern daher dringend, vor Bauantragsstellung einen unverbindlichen Beratungstermin beim Sachgebiet Stadtplanung zu vereinbaren.