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17.10.2017

Land(auf)Schwung - Aufruf zur Anmeldung von Förderprojekten

Bundesmodellvorhaben bis Ende 2019 mit 750.000 Euro aufgestockt

Durch die Aufstockung der Land(auf)Schwung - Gelder können Interessierte sich ab sofort wieder mit eigenen Projektideen um eine Förderung ab dem Jahr 2018 bewerben. Unterstützt werden vor allem Vorhaben, 

  • die Lücken in der Grundversorgung  (z.B. in der Mobilität, der Kultur oder weiteren Dienstleistungen einschließlich der Schaffung von Treffpunktmöglichkeiten) füllen helfen und an denen die Privatgesellschaft (Bürger, Vereine, Unternehmen) in hohem Maße beteiligt ist,

  • die der Privatgesellschaft Ressourcen zur Verfügung stellen, um Aufgaben der Grundversorgung (mit) zu übernehmen; dies schließt Netzwerkbildung, Sensibilisierung, Bildungsvorhaben und Strategiekonzepte mit ein,

  • die umsatzsteigernd und damit wertschöpfend in ländlichen Betrieben wirken wie Existenzgründungen, Unternehmenserweiterungen oder -netzwerke, sofern durch diese neue Grund- und Nahversorgungsangebote entstehen,

  • die dauerhaft angelegte Kooperationen zugunsten der Daseinsvorsorge oder Wertschöpfung innerhalb des Ortes, der Branche oder der Region aufbauen oder verstetigen,

  • die einen neuartigen Denk- oder Umsetzungsansatz für Anliegen der Daseinsvorsorge oder Umsatzsteigerung verfolgen, der beispielhaft für andere Orte oder Regionen sein kann.

Gefördert werden investive und nichtinvestive Ausgaben bis zu 80%, im Unternehmensbereich bis zu 50%, sofern keine andere Förderung zur Verfügung steht. Ansprechpartnerin ist Kerstin Adam-Staron von der Regionalen Entwicklungsagentur.

Informationen zum Modell:
Es ist ein Modellvorhaben für den ländlichen Raum. Nur 13 Regionen bundesweit wurden 2015 ausgewählt um ihr Zukunftskonzept in drei Jahren umzusetzen. „Nun wurde das Vorhaben bis Ende 2019 verlängert und auf insgesamt 2.25 Mio. Euro aufgestockt“, erklärte Landrat Matthias Damm im Rahmen eines Pressegesprächs am 5. Oktober in Freiberg.

„Es freut mich sehr, dass Land(auf)Schwung in Mittelsachsen so gut umgesetzt wird und deshalb verlängert wird.“, ergänzt Dr. Lothar Beier, 1. Beigeordneter im Landratsamt. In seinem Bereich ist nicht nur die bewilligende Stelle für die Einzelprojekte angesiedelt, sondern auch die fachliche Begleitung des Programms und zahlreicher Maßnahmen. In vier Auswahlsitzungen befürworte das regionale Entscheidungsgremium 45 Projektanträge. Auch ein Kleinprojektepool ist darunter, der vor allem kleinere Vorhaben in Vereinen unterstützt. Mit 24 Projektpartnern wurden auf dieser Basis bereits erfolgreiche Verträge abgeschlossen.

Kerstin Adam-Staron von der Land(auf)Schwung-Entwicklungsagentur führte im ersten Halbjahr 2017 bereits 44 weitere Projektberatungen durch. Diese Maßnahmen der Daseinsvorsorge und Wertschöpfung unterstützen die Bewältigung des demografischen Wandels insbesondere im ländlichen Raum. Das ist erklärtes Ziel des Bundesmodellvorhabens. Jede Region geht ihren eigenen Weg. In Mittelsachsen kümmert sich deshalb die „Nestbau-Zentrale“ darum, z.B. Rückkehrer mit Firmen in Kontakt zu bringen. Über die Veranstaltungsreihe „Ländliches Bauen“ werden Informationen zum Bauen in der Region und zu möglichen Förderungen für das eigene Nest vermittelt. Über 140 Anfragen hat das Team der Nestbau-Zentrale mit Sitz in Döbeln schon erreicht.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen unter: www.landaufschwung-mittelsachsen.de