Mein Merkzettel

Speichern Sie interessante Seiten in Ihre Merkliste und versenden Sie diese an Ihre Freunde.

02.08.2017

Das LMK bleibt eigenständig

Die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) bleibt auch künftig eigenständig und der Landkreis Mittelsachsen alleiniger Gesellschafter des Unternehmens. Die Gespräche mit der Sana Kliniken AG über eine Einbringung der LMK in die Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen (VGE) wurden beendet. „Sie verliefen stets konstruktiv und zielorientiert. Letztendlich konnten sie aber nicht zum Abschluss gebracht werden, weil wir nicht garantieren können, dass es ein Lohnniveau in der LMK ähnlich wie in der VGE geben wird“, erklärt Landrat Matthias Damm. Aktuell sind seitens des Kommunalen Arbeitgeberverbandes und der LMK mit den Gewerkschaften erste Sondierungen über einen Notlagentarifvertrag in Planung. Ein Notlagentarifvertrag bedeutet, dass zunächst vorübergehend das Niveau gesenkt wird. Über den Sachstand wurden die Mitarbeiter in einer Belegschaftsversammlung heute informiert. „Wir werden es eigenständig schaffen, die LMK und damit das medizinische Angebot dauerhaft zu sichern“, erklärt Landrat Matthias Damm. Gemeinsam mit Geschäftsführer Florian Claus verweist er auf die Leistungen der Gesellschaft in den vergangenen Monaten. So sei es gelungen, in Mittweida wieder eine stationäre Versorgung im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie aufzunehmen oder gefäßchirurgische Behandlungen als neuen Leistungsbereich für das Haus zu etablieren. „Die LMK wurde als lokales Traumazentrum zertifiziert, außerdem erhielten wir die Rezertifizierung als Endoprothekzentrum und konnten hier das ärztliche Team stabilisieren“, unterstreicht Claus. Dies zeige die Leistungsfähigkeit und die Qualität des Hauses. „Es ist dem großen Engagement der Belegschaft in dieser nicht leichten Zeit zu verdanken. Das haben wir gemeinsam als LMK geschafft!“, so Geschäftsführer Florian Claus weiter.

Es besteht nun die Aufgabe, die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen und weiterhin das Ziel, das Leistungsspektrum auszubauen. „Auch wenn die Gespräche ein anderes Ergebnis erzielten, so gab es Impulse für die Gesellschaft“, erklärt Landrat Matthias Damm. Festgehalten wird weiterhin an einer ambulanten Versorgung im Bereich Rochlitz. Damm: „Deutlich wurde in der heutigen Belegschaftsversammlung, dass die Mitarbeiter den eingeschlagenen Kurs mittragen.“ Abschließend betonte der Landrat, dass der Kreis zu seiner Gesellschaft steht und wie in den vergangenen Jahren weiterhin an einer Sicherung des Unternehmens und gleichzeitig an dessen Weiterentwicklung arbeiten wird.

Auswirkungen auf die VGE hat die Entscheidung nicht. Die künftige Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Sana Kliniken AG im Rahmen der Vereinigten Gesundheitseinrichtungen wird weiter sehr eng sein.

„Wir haben in Freiberg ein leistungsstarkes Haus. An der Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung werden wir auch in Zukunft gemeinsam arbeiten, um die Bevölkerung im südöstlichen Teil des Landkreises bestmöglich betreuen zu können", so Martin Jonas, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG.

Hintergrund: Der Kreistag fasste 2016 den Beschluss, dass die LMK ein Tochterunternehmen der VGE wird. An der VGE ist der Landkreis zu 74 Prozent und die Sana Kliniken AG zu 26 Prozent beteiligt.

Für Rückfragen steht Ihnen Pressesprecher André Kaiser unter E-Mail presse@landkreis-mittelsachsen.de gern zur Verfügung.

Landratsamt Mittelsachsen
Pressestelle
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Tel. 03731 799-3305