Maskottchen

Ich bin so alt wie diese Stadt,
so viel ne´ Eiche Ringe hat.

Bin nicht ganz fremd, ihr kennt mich wohl,
als Dresdens, Chemtz‘ und Leipzsch` Symbol.

Die Meißner warn‘s, die sich platzierten
und Mann und Frau hierher verführten.

Sie gründeten so manchen Ort
und blieben so bis heute dort.

Die Stadt Mittweida wuchs empor,
mit Mauer, Markt und großem Tor.

Die Räte führten mich als Siegel,
den Meißner Leu im Wappenspiegel.

Dort sprang ich links und mal nach rechts,
war nichts Politisches, ich dächt´s…

Könnt´ mich mit Schwänzen, sogar zwei, am alten Rathaus finden.
Wer lacht denn da? Versteh ich nicht! Die Schwänze sind doch hinten!

Die Stadt, sie wurde reich vom Leinen,
vom Biere auch, will ich wohl meinen.

Sie brannte ab, ward neu errichtet,
so wie die Chronik uns berichtet.

Vor hundert Jahren, das gab´s noch nie,
kam im Galopp die Industrie.

Vor kurzer Zeit ist sie verschwunden,
wird lange dauern bis dies verwunden.

Nun hab´ erzählt ich die Legende,
bin müde jetzt und auch am Ende.

Jetzt braucht Mittweida einen Freund,
der Sorgen aus dem Wege räumt,
der bei den Kindern ist beliebt
und auch den Alten Freude gibt.

Ich bin ab heut´ auf jedem Fest,
wo immer sich was feiern lässt.

Ich frag´ Euch alle Groß und Klein,
wie könnte wohl mein Name sein?

 

Mitti heiße ich!